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Sie haben sich bereits informiert was SPAM ist. Noch nicht? Dann empfehle ich Ihnen zuerst folgendes aufmerksam zu lesen.
Man kann sich den Kampf gegen SPAM etwas einfacher machen. Dafür gibt es eine ganze Reihe Tools (Software). Ich stelle Ihnen hier nur ein einziges solches Tool vor. Bewusst verzichten ich auf Lösungen mit eigenem Mailserver oder Lösungen mit Scripts. Nicht weil diese schlecht sind, sondern weil sie eine ganze Menge an Wissen von der Funktionsweise von Mailprotokollen voraussetzen.
Die empfohlene Software soll auf allen Plattform funktionieren, einfach zu installieren und konfigurieren sein und automatisch an die richtigen Stellen die Spambeschwerden schickt. Daneben soll es kostenlos sein. Sie schaltet sich einfach zwischen den Mailserver und Ihrem Mailclient.
Beachten Sie bitte:
- Um diese Software zu verwenden, müssen Sie Ihren Mailclient ganz wenig umkonfigurieren.
- Ich kann Ihnen für diese Sofware keinen Support bieten. Ich kann Ihnen ediglich meine Konfigurationstipps anbieten. Wenn Sie mehr darüber wissen möchten, finden Sie die entsprechden Links am Schluss dieser Seite.
PostArmor
So heisst diese Software. Sie läuft als Java-Applikation auf jedem Computer, der einen Java-Interpreter installiert hat. Für Windows und Mac (OS 9/OSX) sind zusätzlich ausführbare Programme enthalten. Das heisst, für diese Betriebsysteme muss es nicht als Java-Applikation laufen.
Mir ist es wichtig, dass die Software überall läuft, kostenlos ist und eben nicht nur den SPAM filtert und löscht, sondern automatisch Beschwerden an die richtigen Stellen schickt. Dafür arbeitet man mit einem kostenlosen SpamCop - Account. Hinweise über SpamCop finden Sie am Ende dieser Seite.
Wichtig: Die Aussage: "Seit ich Beschwerden an SpamCop schicke, bekomme ich noch mehr Spam" ist falsch, bzw. nicht ganz richtig. Ihre Beschwerde verschickt SpamCop anonym. Aber wenn es sich um einen agressiven Spammer handelt, wird er entsprechend reagieren. Das heisst, er wird Ihre Adresse nicht aus der Beschwerde, die er von SpamCop erhalten hat, einfach auslesen können (weil die maskiert ist). Aber er sieht den ensprechenden Mailheader von seinem verschickten Spammail und kann somit herausfinden, welcher Mailserver sein Spammail erhalten und reklamiert hat. Wenn er genügend Zeit hat, kann er seine Spamdatenbank absuchen und so speziell auf Ihre Mailadresse weiterspamen oder er geniert neue Spammails an genierte Adressen auf Ihre Domäne.
Dies betrifft Sie nur, wenn Sie eine eigene Domäne z.b. @eigene-domain.com benutzen. Er wird dann einfach x-beliebige Begriffe wie info, support etc. vor dem @ generieren.
Dazu mehr hier.
Download und Installation
Ich beziehen mich bei der Installation, wie auch Konfiguration auf Mac OSX. Das heisst, die Beispiele und Bilder stammen von einer Installation unter MacOSX. Die Installation für Windows funktioniert aber genau gleich und weicht nur optisch ab. Linux-User lesen bitte beim Punkt Konfiguration nach. Daneben möchte ich auf die ausführliche Orginal Dokumentation verweisen, die der Software beiliegt.
Bevor Sie beginnen, prüfen Sie zuerst, ob Sie in Ihrem Mailprogramm den Port 110 auf einen anderen umstellen können! Diese Funktion ist für unser Vorhaben unbedingt nötig und wird leider nicht von jedem Mailprogramm unterstützt. Falls Ihre Software das nicht bietet, können Sie die Uebung abbrechen oder ein bessere Mailprogramm verwenden. (Tipp: Safari, Mozilla Thunderbird)
Laden Sie zuerst PostArmor herunter und entpacken Sie das Archiv. Es gibt keine Installationsroutine. Die Software ist von jedem Ort auf Ihrem Computer ausführbar. Kopieren Sie das Verzeichnis also an einen beliebigen Ort.
Konfiguration (Gui - Grafisch)
Ich beziehe mich bei der Konfiguration auf Mac OSX. Das heisst, die Beispiele und Bilder stammen von einer Installation unter MacOSX. Die Installation für Windows funktioniert aber genau gleich und weicht nur optisch ab. Linux-User müssen lediglich das beiliegende Shell-Script ausführen, danach ist ebenfalls die Konfiguration im Gui-Mode möglich. Daneben möchte ich auf die ausführliche Orginal Dokumentation verweisen, die der Software beiliegt.
Starten Sie das Programm PostArmor oder im Java-Modus:
MacOSX: Doppelklick auf PostArmorX
Windos: PostArmor.bat ausführen (Java-Modus)
Linux/Be: Beiliegendes Shell-Script ausführen (Java-Modus)

Neuen Account hinzufügen:

Account löschen:
Account editieren:

Account Info:

Fügen Sie also einen neuen Account in der Form hinzu. Es muss derselbe Account sein, wie Sie Ihn in Ihrem Mailprogramm verwenden, um Ihre Mails abzurufen. Wenn sie auf "New-Account klicken, erscheint ein Wizzard. Dieser fragt Sie nach den entsprechenden Account-Angaben. Bei der Eingabe für die SpamCop-Adresse lassen Sie das Feld frei. Die können wir am Schluss noch erledigen.
Haben Sie alles eingegeben, können Sie dann auf das Icon "Account Edit" klicken. Sie bekommen dann folgendes Fenster angezeigt.

Unter Settings können Sie die globlen Filter anpassen und ergänzen:

Um die Software mit Ihrem Mail-Client verwenden zu können, müssen Sie in diesem kleine Anpassungen vornehmen. Am besten eröffnen Sie einen neue Account-Einstellung zum Testen. Hier die Beispiele vom Mac OSX-Mail:

Wichtig dabei ist, dass Sie beim POP3-Server (hier Host name:) localhost eingeben!
Weil von nun an PostArmor die Mails vom Server holt und diese dann an den Mailclient weitergegeben werden, müssen wir den Port ändern. PostArmor gibt die Mails auf Port 8110 weiter. Deshalb muss das Mailprogramm auf diesen Port umgestellt werden. Normalerweise steht da Port 110 drin. Aendern Sie Ihn also auf Port 8110.
(Achtung: Diese Funktion unterstützen nicht alle Mailprogramme! Falls das Ihr Mailprogramm nicht unterstützt, verwenden Sie nicht unbdingt die beste Software und Sie können hier abbrechen. PostArmor wird so nicht funktionieren.)

Wir sind bald am Ziel. Was uns noch fehlt ist der kostenlose SpamCop-Account, um eben auch die Spambeschwerden automatisch zu versenden. Dafür besuchen Sie bitte die Webseite von SpamCop. Beantragen Sie dort einen "Free-Account". Sie werden dann ein Mail erhalten. In dem hat es dann eine sehr kryptische Adresse in der Form enthalten:
submit.f7878eert@spam.spamcop.net
Diese tragen Sie dann bitte in PostArmor ein. Eine detailierte Anleitung, wie Sie sich bei SpamCop anmelden, stellen wir Ihnen hier bereit.
Test
Wir haben nun alles konfiguriert und können einen Test machen. Stellen Sie sicher, dass PostArmor und Ihr Mailprogramm laufen. Nun klicken Sie in PostArmor auf folgendes Symbol:

Dieses Fenster bekommen Sie dann zu sehen:

Sie sehen also den Inhalt Ihres Postfachs auf dem Server. Nun können Sie bestimmen, was mit den Mails geschehen soll. PostArmor ist lernfähig! Es merkt sich also Ihre Einstellungen.
Postfach checken:

Mail Bouncen:

An SpamCop weiterleiten:

Mail löschen:

Mail erlauben:

Sie sehen nun was für Mails in Ihrem Postfach liegen. Hat es Spammails, klicken Sie auf das entsprechende Icon, je nachdem was mit dem Mail geschehen soll.
Selbstverständlich könnten Sie diese Filter auch in jedem besseren Mailclient definieren. Ist aber relativ zeitintensiv und die automatische Beschwerde fehlt. Diese ist in meinen Augen extrem wichtig. Denn nur so werden Mailserver oder offene Proxys erkannt und irgendwann hoffentlich dicht gemacht. Zumindest erscheinen Sie auf Blacklisten und werden somit eingeschränkt.
Hinweis: Selbstverständlich gibt es noch unzählige andere Tools und Lösungen um Spam zu filtern. Alle haben Ihre Nachteile - der Umgang mit Mail wird umständlicher. Spam kann dadurch nicht behoben werden, lediglich etwas eingeschränkt werden.
Detailierte Infos über Spam finden Sie hier.
Externe Links
Spam Trash Net (Sehr gute und ausführliche Information)
Eidgenössischer Datenschutzbeauftragter (EDSB)
Merkblatt zu SPAM (EDSB)
abuse.net (Dienst um Beschwerden an richtige Adresse zu schicken)
SpamCop (Dienst um Beschwerden an richtige Adresse zu schicken)
Vorlage für Auskunftsbegehren (nur für die Schweiz)